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| SYMBOL U. GESCHICHTE: Eine Erforschung der Faerie-Geschichten Kasia Piech U. Wendy Walgate Keith und Winifred Shantz Galerie und Donald und Pamela Bierstock Galerie Januar 9. bis März 11., 2005 |
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| Kasia Piech
The Fisherman and His Wife: ceramic mixed media glaze made from salmon: 3h x 3w x 3.5d feet, 2004 |
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| Wendy Walgate
The Little Pear Girl: Slip cast earthenware, glaze fired to Cone 06, wire egg baskets, metal conveyor belt Each basket 56cm x 40cm x 28cmConveyor belt approx. 914cm x 76cm x 38cm 2004 |
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| Viele Leute glauben, dass Märchen im 17. Jahrhundert in den Salons in Frankreich entstanden sind, als Frauen wie z.B. Marie-Catherine D’Aulnoy anfingen, Erzählungen, sogenannte “contes de fées”, hinzuschreiben. Dieser Begriff wurde als “faerie tales” ins Englische und als “Märchen” ins Deutsch übersetzt. Jedoch existieren Märchen seit dem Anfang des schriftlichen Wortes. Einige Gelehrte z.B. halten Amor und Psyche, von Apuleius AD 100-200 geschrieben, für das erste literarische Märchen. Seitdem, egal ob das aus dem vierten Jahrhundert stammende Hindumärchen Panchatantra, die aus dem neunten Jahrhundert stammende chinesische Erzählung des Aschenputtelmärchens, Arabische Nächte: Erzählungen aus Tausend und eine Nacht aus dem 16. Jahrhundert, die aus dem 19. Jahrhundert stammenden Sammlungen der Gebrüder Grimm und Hans Christian Andersen, hindurch bis zu den heutigen Erzählungen von Harry Potter, halten Märchen ihren Publikum gefangen durch ihren zauberhaften Charme. Unbestreitbar haben Märchen einen unersetzbaren Wert im Leben eines Kindes. Märchen bieten Kindern - und Erwachsenen - eine einzigartige Art und Weise, sich mit den Problemen ihres inneren Lebens abzufinden. Ein Teil der überlebende Kraft, die Märchen besitzen, ist, dass sie, im Vergleich zu Mythen, sich vorwiegend auf normale, nicht heroische Leute konzentrieren, mit denen sich Kinder identifizieren können. Jedoch haben Märchen aber auch starke und beängstigende Aspekte. Heute kennen viele Kinder leider nur die distillierten, “Disney-fizierten” Versionen der Geschichten, in denen die dunkleren, erschreckenden und beunruhigenden Aspekten ausgeschnitten wurden. Dies jedoch ist kein ganz neues Phänomen. Der Philosoph John Locke glaubte, dass Märchen verboten werden sollten, da sie zur Fantasie beitragen und damit die Idealen der Epoche des Realismus untergraben. Im Jahre 1903 sprach der Arzt Dr. Karl Oppel in seinem Buch „Das Buch der Eltern. Praktische Anleitung zur häuslichen Erziehung der Kinder biderlie Geschlechts vom frühesten Alter bis zur Selbstständigkeit“ sehr deutlich gegen Märchen aus. Wegen der Gewalt und fürchterlicher Figuren glaubte Dr. Oppel, die Märchen legten den Grundstein zu Angst und Nevösität im kindlichen Temperament. Neulich wurden Märchen durch das feministische Paradigma kritisiert, weil die passive Prinzessin durch einen aktiven Prinzen gerettet werden muss, und wurden also wegen politischer Unkorrektheit scharf kritisiert. Jedoch bleibt der Reiz des Märchens stark. Alle gute Märchen können auf verschiedenen Ebenen interpretiert werden; nur ein Kind weiß, welche Bedeutungen für es wichtig sind, und diese können sich oft ändern im Laufe der Zeit. Während das Kind groß wird, entdeckt es neue Aspekte dieser gut bekannten Geschichten. Die Geschichten können sozusagen Mentoren werden, indem sie das Unbewusstsein durchdringen und Einfluss auf die Forderungen des alltäglichen Lebens ausüben. Symbol & Story ist eine Untersuchung der Welt der Märchen durch die Künstlerinnen Kasia Piech und Wendy Walgate. Sie haben Keramikskulpturen und -insallationen kreiert, die von Märchen und Fabeln aus der ganzen Welt inspiriert wurden. Die gefertigten Werke sind eine Untersuchung des Symbolismus, der Bedeutung und Auswirkung der heutigen Märchen einschließlich die Klassiker Die Fabeln von Aesop und die Märchen der Gebrüder Grimm, und Volkerzählungen aus Asien, Europa und Nordamerika. Piech und Walgate fühlten sich aus mehreren Gründen zu diesem Projekt angezogen. Zuerst bemerkten sie als Keramikerinnen, dass Handwerk, insbesonders Keramik, oft gesellschaftliche Mythen, Volkslieder und sogar Kindermärchen widerspiegelte, seitdem das Dekorieren am Gefäß angefangen hat. Minoische Töpfe wurden mit einfachen Pinselstrichen einer mythischen Seewelt bemalt, griechische Amphore demonstrieren die Überzeugung der heiligen Legenden, russisch-revolutionäre Keramik stellt politische Szenen mit völkischen Vorleben dar, und Royal Doultan entwickelte die heutige „Bunny Kin“-Serie, um junge Zuschauer eine Freude zu bringen. Also meinten die Künstlerinnen, ihr Medium wäre ein geeigneter Weg, um dieses Thema genauer zu untersuchen. Vor allem ist dies aber nicht ihr erster Ausflug in die Welt der Kindheit. Erinnerungen und Symbolen aus der Kindheit funktionieren als Inspiration für Piech. Ihre neuen Skulpturen von Kindern auf Fahrrädern, Schaukeln und Schulstühlen weisen rekonstruierte Erinnerungen jugendliches Zeitvertreibs hin. Das Werk wird in Mischungen aus den von Jugendlichen geliebten bonbons, Erfrischungsgetränken und Leckereien glasiert. Walgate verwendet die Themen der Ansammlung und Farbe in ihrer neuesten Serie ihrer Skulpturen. Indem sie Objekte wie einen kleinen Waggon, einen Puppenkoffer, Spielkasten und einen kleinen Schreibtisch benutzt, werden keramische Elemente hoch aufgehängt, um eine Assemblage von Spielzeugen, Objekten und dem Detritus des Lebens hervorzurufen. Ihre gesättigten Verwendung von Rot, Gelb, Orange und Grün suggestieren das furchtlose Benutzen der Farben von Kindern. Kasia Piech hat ihr Masters of Fine Arts von der University of Waterloo, ihren Bachelor of Fine Arts in Keramikplastik von der Emily Carr Institute of Art and Design und ihren Bachelor of Arts in Religion von der University of Windsor. Ihr Werk wurde schon in öffentlichen und privaten Gallerien in Kanada, den USA und Croatien ausgestellt. Wendy Walgate studierte an der University of Manitoba, am George Brown College, und an der Cranbrook Academy of Art in Bloomfield Hills, Michigan und bekam ihr Masters of Fine Arts. Sie erwarb ihr Master of Arts in Kunstgeschichte an der University of Toronto. Sie wurde eingeladen, an die Biennale Nationale de céramique in Trois Rivières, Québec teilzunehmen, und diente als Präsidentin des Ontario Crafts Council von 2000-2002. Sie unterrichtete in Kanada und den USA, und ihr Werk ist Teil der Bronfman’s Claridge Collection und der permanenten Ausstellungen der Canadian Clay and Glass Gallery und des Cranbrook Academy of Art Museums. ERFORSCHTE MÄRCHEN INNERHALB DER AUSSTELLUNG (deutsche Titel wo bekannt) Jordine und Joringel Rotkäppchen The Little Pear Girl King Thrushbeard Chumash Indians Creation Myth: Rainbow Bridge Hänsel und Gretel Rapunzel The Golden Reed Pipe: A Yao Folktale Der Froschkönig The Frog’s Bridegroom Die roten Schuhe Die Prinzessin auf der Erbse Von dem Fischer und syner Frau Die Buchse der Pandora Die Bremer Stadtmusikanten Die drei kleinen Schweinchen How the Sea Became Salty |
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